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DIE DIFFUSION VON TELEARBEIT: Wo steht die Schweiz heute im internationalen Vergleich? Ergebnisse einer empirischen Untersuchung

Harabi, Najib and Schoch, Rolf and Hespeler, Frank (2001): DIE DIFFUSION VON TELEARBEIT: Wo steht die Schweiz heute im internationalen Vergleich? Ergebnisse einer empirischen Untersuchung.

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Abstract

Unter „Telearbeit“ versteht man heute allgemein berufliche Erwerbstätigkeit an einem Arbeitsplatz, der mit Informatikmitteln ausgerüstet, organisatorisch dezentral zu Hause, in der Nähe des Wohnortes, unterwegs oder bei Kunden eingerichtet ist und Telekommunikationsverbindung zu einem räumlich entfernten Standort des Arbeit- oder Auftraggebers ermöglicht.Im angelsächsischen Sprachgebrauch finden wir die Bezeichnungen „Telework“; wir verwenden die beiden Ausdrücke synonym oder auch „Telecommuting“. Mit Telearbeit "kommt der Arbeitsplatz zum Menschen" statt wie bisher immer umgekehrt. Die mit der industriellen Revolution des 18. und 19. Jahrhunderts einsetzende örtliche und zeitliche Trennung der Lebensbereiche „Arbeiten“ und „Wohnen“ könnte damit zumindest teilweise überwunden und die starre Bindung des Arbeitnehmers an den Arbeitsort und die betriebsübliche Präsenzzeit seines Arbeitgebers gelockert werden.

Wo steht die Schweiz heute bezüglich Verbreitung, Akzeptanz und Nutzung dieser neuen Arbeitsform in Wirtschaft und Gesellschaft ? Eine der bisher umfassendsten und gründlichsten internationalen empirischen Untersuchungen in der Bevölkerung und bei Betrieben gibt auf diese Fragen wissenschaftlich fundierte Antworten. Renommierte Forschungsinstitute aus 10 Ländern der Europäischen Union (Dänemark, Deutschland, Frankreich, Finnland, Irland, Italien, Niederlande, Spanien, Schweden, Vereinigtes Königreich) und der Schweiz führten das Forschungsprojekt ECATT99 Electronic Commerce and Telework Trends durch. Damit realisieren sie eine Studie über Annahme (Adoption) und Ausbreitung (Diffusion) von neuen elektronischen Geschäftsmethoden und Arbeitsformen in der Informationsgesellschaft . Es handelt sich um eine in dieser Art einzigartige Studie im Rahmen der europäischen Forschungsprogramme ESPRIT und ACTS. Insgesamt wurden in ganz Europa (inklusive Schweiz) über 8’000 Privatpersonen und rund 4’300 Entscheidungsträger in Betrieben über Bekanntheit, Akzeptanz, aktuelle und geplante Nutzung von Electronic Business und Telearbeit befragt. Zusätzlich wurden rund 100 detaillierte Case Studies über Telearbeit und E-Commerce durchgeführt.

Die Schweiz nimmt erstmals an dieser international vergleichenden Studie teil, die im europäischen Rahmen (bezüglich Telework) bereits zum dritten Mal seit 1987 realisiert wird. Das Projekt hat zum Ziel, den Bekanntheitsgrad von Telearbeit und E-Commerce in der Öffentlichkeit zu erhöhen und ein sehr viel stärkeres Bewusstsein von deren Möglichkeiten und Vorteilen in der Wirtschaft und in der Bevölkerung zu erzielen. Diese Benchmarking-Studie (ursprüngliche Messung für spätere Vergleiche) ist für die Schweiz ein Novum und zudem von besonderem Interesse, da sie Möglichkeiten für Vergleiche auf inter- und intranationaler Ebene bietet.

Die Ergebnisse von ECATT99-Schweiz basieren hauptsächlich auf 400 Telefoninterviews in der Schweizer Wohnbevölkerung (General Population Survey) sowie auf 200 Telefoninterviews mit Entscheidungsträgern, d.h. Geschäftsführern oder -inhabern, Direktoren, EDV-Chefs oder anderen Kadern in Betrieben aller Branchen (Decision Maker Survey) der deutschen, französischen und italienischen Schweiz. Der vorliegende Bericht beschränkt sich auf den Projektteil Telework. Für den Teil Electronic Commerce ist bereits ein ähnlicher, separater Bericht erstellt worden.

Die wichtigsten Ergebnisse der Repräsentativbefragungen über Telearbeit, kurz zusammengefasst, sind:

A. Verbreitung der Telearbeit aus der Sicht der Arbeitnehmer: Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung

1. Die gegenwärtige Arbeits- und Beschäftigungssituation der Befragten

Diese ist gekennzeichnet durch eine dem schweizerischen Standard entsprechende Erwerbsquote von rund 70 % (Vollzeit plus Teilzeit, inklusive Lehrlinge), die jedoch über dem internationalen Niveau liegt. Diese in der amtlichen Statistik als „Erwerbspersonen“ Bezeichneten bilden die unmittelbare Hauptzielgruppe für die Einführung und Verbreitung von Telearbeit. Die Mehrheit von diesen (59 %) arbeitet in nichtmanuellen Berufen. Zusammen über 80 % der Erwerbstätigen sind in qualifizierten, mittleren und höheren Berufspositionen beschäftigt. Ebenso viele sind mit einem formellen Arbeitsvertrag angestellt. Die Berufsmobilität ist beachtlich: Rund ein Viertel aller Erwerbstätigen hat im letzten Jahr versucht, eine (oder eine andere) Arbeit zu finden. Dabei wurden für die Stellensuche die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) und das Internet häufig benutzt.

2. Die ICT-Infrastruktur in den Haushalten

Bedingungen für die Übernahme und Anwendung der Arbeitsform Telearbeit durch die einzelnen Arbeitnehmer sind einerseits objektive, ökonomische und technische Gegebenheiten im Umfeld und andererseits subjektive Voraussetzungen in der Person des potentiellen Telearbeiters selbst. Zu den ersteren gehören entsprechende Angebote an Telearbeitsplätzen von Seiten der Unternehmungen (siehe Abschnitt B. unten sowie Kapitel 4), ferner Ausrüstung mit der notwendigen technischen Infrastruktur am Arbeitsplatz, sowie schliesslich eine der Telearbeit grundsätzlich zugängliche und dafür geeignete („telearbeitsfähige“) berufliche Tätigkeit. Zu den subjektiven Voraussetzungen zählen wir Wissen und Kenntnisse über die neue Arbeitsform, Interesse dafür, positive Bewertung und schliesslich der Entschluss zu deren Annahme. Die wichtigsten Untersuchungsergebnisse zu diesen Voraussetzungen sind:

Bezüglich Besitz und Nutzung der für Telearbeit nötigen Computer- und Telekommunikations-Hard- und –Software (ICT) in den Haushalten oder an mobilen Arbeitsplätzen, als technische Voraussetzungen für den Zugang zum Internet und zur Online-Arbeit, ist die Schweiz weit fortgeschritten. Bis 2001 werden voraussichtlich rund vier Fünftel der Bevölkerung Computerbesitzer sein. Die Schweiz liegt, zusammen mit Schweden, an der Spitze der Rangliste der an der ECATT-Studie beteiligten Länder Europas. Von der ICT-Infrastruktur der Haushalte her gesehen bestehen in der Schweiz günstige Ausgangsbedingungen und Voraussetzungen für die Diffusion der Telearbeit in der Bevölkerung.

Bezüglich der effektiven Nutzung des Internet sowie anderer Online-Dienste nimmt die Schweiz in Westeuropa nach Schweden den 2. Rang ein. Mehr als die Hälfte der Schweizer Bevölkerung hat das Internet schon einmal genutzt. Die Nutzung ist jedoch sehr ungleichmässig über die einzelnen soziodemografischen Untergruppen der Bevölkerung verteilt. Benutzer sind nach wie vor vorwiegend männliche, jüngere Angehörige der oberen Bildungs- und Berufspositionen in urbanen Verhältnissen.

Zugang zu und tatsächliche Verwendung von Electronic Mail (elektronische Post, E-Mail), das Senden und Empfangen von Botschaften über Computernetzwerke wie z.B. das Internet, eine wichtige Grundvoraussetzung für die Organisation von Telearbeit in der Praxis, ist in der Schweiz weit verbreitet. Für die nächsten ein bis zwei Jahre ist bei uns sogar noch ein bedeutender Zuwachs bei der E-Mail-Benutzung zu erwarten. Bis 2001 kann mit einem Anteil an bestehenden plus zusätzlichen neuen Benutzern von rund drei Vierteln der Bevölkerung gerechnet werden.

3. „Marktpotenzial“ für Telearbeit: „telearbeitstaugliche“ Tätigkeiten und Berufe

Zu den für Telearbeit im Prinzip geeigneten Berufsarbeiten gehören vor allem diejenigen, die sich mit Informationserfassung, -vermittlung, -speicherung und -verarbeitung befassen. Für die Erhebung solcher „telearbeitstauglicher“ Tätigkeiten und Aufgaben wurde auf ein objektives Kriterium, nämlich den Umfang der gegenwärtig geleisteten Büro-, Schreibtisch- oder Computerarbeit, abgestellt. Zwei Drittel der erwerbstätigen Männer und Frauen üben eine Tätigkeit aus, welche in diesem Sinne für Telearbeit grundsätzlich geeignet ist. Dabei geht man von der Annahme aus, dass diese Tätigkeiten sich zu einem Tagespensum zusammenfassen lassen und dass demzufolge mindestens ein ganzer Tag pro Woche mit Arbeit zu Hause verbracht werden kann. Telearbeit ist gemäss den gewählten Kriterien für mehr als die Hälfte der Schweizer Erwerbstätigen prinzipiell möglich und „machbar“. Für die neue Arbeitsform besteht in der Bevölkerung ein bedeutendes, bisher wohl eher unterschätztes „Marktpotenzial“, das rund 2,2 bis 2,8 Millionen Personen umfasst. In den 10 beteiligten Ländern der Europäischen Union (kurz: EU10) liegt der gewichtete Durchschnittswert sogar noch um 2 % höher als in der Schweiz. Rund 110 Millionen Personen sind hier „mögliche Telearbeiter“.

4. Realisierbarkeit der Telearbeit in subjektiver Sicht

Für die Abschätzung des Telearbeits-Potenzials gingen wir in der schweizerischen ECATT-Studie, zusätzlich zu den genannten objektiven Kriterien, auch noch vom persönlichen Eindruck der „Machbarkeit“ oder „Realisierbarkeit“ von Telearbeit gemäss Selbstbeurteilung der eigenen Arbeitssituation durch die Befragten aus. Diese Frage nach der Realisierbarkeit in subjektiver Sicht führt zu einem wesentlich geringeren Potenzial: Hier ist es insgesamt nur ein Viertel aller Erwerbstätigen, welcher Telearbeit für sich selbst bei der gegenwärtigen Stellung und Arbeit für „grundsätzlich möglich und realisierbar“ hält. Ein grosser Teil der potentiellen Telearbeiter unterschätzt somit offenbar die Möglichkeiten und Chancen für die Aufnahme einer Telearbeit, welche ihnen ihre gegenwärtige Berufstätigkeit objektiv gesehen bieten würde.

5. Bekanntheitsgrad Telearbeit in der Bevölkerung

Von den Erwerbspersonen haben rund zwei Drittel (dies ist knapp die Hälfte aller Befragten) schon einmal von Telearbeit gehört. Ein Drittel dagegen hat vorher noch nie von dieser neuen Arbeitsform gehört. Der Ausdruck „Telearbeit“ weist somit heute in der Schweiz in der aktiven Bevölkerung einen ziemlich hohen, allerdings nicht vollständigen Bekanntheitsgrad auf. Gegenüber früheren eigenen Umfragen in der Schweiz zeigt sich eine erstaunlich starke und signifikante Zunahme in den letzten Jahren. Die Schweiz liegt bezüglich Bekanntheitsgrad der Telearbeit in Europa aber nicht an der Spitze der beteiligten Länder, sondern im Gegenteil sogar um rund 5 Prozentpunkte unter dem EU10-Durchschnitt von 70 %.

6. Überlegung, selbst Telearbeit zu leisten

Gut ein Drittel derjenigen Erwerbspersonen die schon von Telearbeit gehört hatten, oder 17 % aller Erwerbspersonen, hat sich schon einmal überlegt, selbst Telearbeit zu leisten. Diese Befragten haben Telearbeit somit für ihre persönlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten erwogen, geprüft und in ihren Plänen berücksichtigt. Der Anteil der dermassen Interessierten ist überdurchschnittlich hoch in der jüngsten Altersklasse, in der höchsten Bildungsklasse, in den höchsten Berufspositionen, bei Beschäftigten in Finanz- und anderen Dienstleistungsbranchen bzw. in den grössten Unternehmungen (>250 Beschäftigte), ferner in den Wirtschaftsregionen 2 und 4 . Er ist generell höher in der Deutschschweiz als in der französischen Schweiz sowie höher in ländlichen Gegenden als in Grossstädten. Der internationale Vergleich mit den EU10-Ländern zeigt, dass die Schweiz diesbezüglich über dem gewichteten Durchschnitt aller dieser Länder liegt.

7. Interesse, Telearbeit zu praktizieren

Von Seiten der befragten Arbeitnehmer fehlt es nicht an Interesse für Telearbeit, im Gegenteil: Der Anteil der Interessierten variiert allerdings recht stark, je nach Organisationsform, Ort und Dauer der damit verbundenen Tätigkeit innerhalb bzw. ausserhalb des Hauses. Die meisten, zusammen je rund die Hälfte, sind an „alternierender Telearbeit“ (mindestens einen ganzen Arbeitstag pro Woche zu Hause, abwechslungsweise mit Arbeit im Betrieb) bzw. an „supplementärer Telearbeit“ (ergänzende Arbeiten oder Vorbereitungen zu Hause, zusätzlich zum Normalarbeitspensum im Betrieb) „interessiert“ oder „sehr interessiert“. Knapp zwei Fünftel sind interessiert, „permanente (dauernde) Heimarbeit“ zu praktizieren. Nur gut ein Fünftel jedoch hätte Interesse an Arbeit in einem Telecottage oder Telecenter, d.h. einem Büro in der Nähe der Wohnung in Gesellschaft von anderen Telearbeitern. An mindestens einer dieser verschiedenen Formen interessiert sind 52 %. Die Daten aus den anderen europäischen Ländern stimmen im wesentlichen mit den Ergebnissen aus der Schweiz überein und bestätigen diese. Ein differenziertes Interesse, abgestuft nach verschiedenen Formen der Telearbeit, manifestiert sich im übrigen Europa in gleicher Weise wie bei uns.

8. Diffusion der Telearbeit in allen Formen

Der Stand der Diffusion von Telearbeit in der Schweiz wird ausgedrückt durch die ermittelte Anzahl gegenwärtig aktiver Telearbeiter. Nur eine kleine Minderheit von rund 10 % aller Erwerbspersonen in der befragten Stichprobe betreibt Ende 1999 effektiv nach eigener Aussage Telearbeit, entweder regelmässig oder ergänzend zu Hause. Dies entspricht 42 % aller derjenigen Erwerbspersonen, die sich schon überlegt haben, selbst Telearbeit zu praktizieren oder 15 % aller derjenigen, die einmal schon von Telearbeit gehört haben oder 7 % sämtlicher 400 Befragten der Bevölkerungsumfrage. Die grosse Mehrheit der an Telearbeit irgendwie Interessierten hat somit ihre entsprechenden Pläne, aus den verschiedensten Gründen, bisher nicht realisiert.

9. Diffusion der regulären Telearbeit

Betrachten wir nur die regulären Telearbeiter allein (mindestens ein Tag Telearbeit pro Woche oder mehr), so ist im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern deren prozentualer Anteil an der Gesamtheit der Erwerbstätigen in der Schweiz etwas höher als im Durchschnitt der EU10. Wesentlich höhere Prozentanteile als die Schweiz erreichen aber die skandinavischen Länder Finnland, Schweden und Dänemark sowie die Niederlande. Tiefer als in der Schweiz und als im EU10-Durchschnitt liegt diese Verhältniszahl in Italien, Frankreich, Spanien und Irland. Entsprechend ihrer geringen Einwohnerzahl finden wir die Schweiz, zusammen mit Dänemark und Irland, am Schluss aller untersuchten Länder hinsichtlich der absoluten Zahl regulärer Telearbeiter. Etwas anders sieht das Bild aus, wenn wir auch die supplementären Telearbeiter (ergänzende oder gelegentliche Telearbeit) mit einbeziehen: Hier befindet sich die Schweiz an siebenter Stelle von 11 Ländern.

10. Gesamtzahl der Telearbeiter in Europa

In der EU (ohne Schweiz) wird geschätzt, dass insgesamt rund 9 Millionen Personen regelmässige oder gelegentliche Telearbeit ausüben. Die Unterschiede zwischen den 10 Ländern sind sehr gross. Die Anteile der Telearbeiter an den Erwerbstätigen variieren zwischen 3 % (Frankreich, Spanien) und 17 % (Finnland). In den am weitesten fortgeschrittenen Ländern ist der Anteil somit beinahe sechs mal so gross wie in den am wenigsten entwickelten.

11. Merkmalsprofile der Telearbeiter in der Schweiz

Wer sind die Telearbeiter ? Aufgrund der wenigen in der schweizerischen Stichprobe identifizierten Telearbeiter ist eine Charakterisierung nach soziodemografischen Merkmalen aus statistischen Gründen nur mit Einschränkungen möglich. In qualitativer Sicht zeigen sich die folgenden Zusammenhänge: Telearbeiter aller Formen (reguläre und supplementäre) sind überdurchschnittlich häufig Männer, Jüngere, Mitglieder von Einpersonen-Haushalten oder Familien mit Kindern über 6 Jahren, Angehörige der obersten Bildungs- und Berufsschichten, Berufstätige in den Branchen Finanz- und andere Dienstleistungen, Einwohner von Grossstädten.

12. Merkmalsprofile der Telearbeiter in den EU10-Ländern

Daten aus den EU10-Ländern, dank ungleich grösserer Stichproben statistisch zuverlässiger, ergänzen bzw. modifizieren teilweise die Ergebnisse aus der Schweiz. Danach bestehen in Europa Zusammenhänge zwischen Telearbeit und Geschlecht (Telearbeiter sind im Vergleich zur Gesamtheit aller Erwerbstätigen häufiger männlich), Alter (die Mehrheit der Telearbeit gehört zu den mittleren Altersklassen), Schulbildung (Telearbeiter haben eine überdurchschnittlich gute Schulbildung), Berufstätigkeit (Telearbeiter sind überdurchschnittlich oft hochqualifiziert, mobil, haben Leitungsfunktion, Führungsverantwortung und unternehmensexterne Kontakte), Wirtschaftssektor/Branche (im Sektor Finanz- und Unternehmungsdienstleistungen ist der Anteil der Telearbeiter überdurchschnittlich hoch) und Unternehmungsgrösse (Telearbeiter werden überwiegend in grossen und grössten Unternehmen mit über 1‘000 Mitarbeitenden beschäftigt). Jeder dritte Telearbeiter ist entweder selbstständig oder einem Selbstständigen auf Grund seiner Stellung im Unternehmen gleichzustellen  doppelt so viele wie im Gesamtdurchschnitt. Diese empirischen Befunde widerlegen früher öfters geäusserte Vorurteile, wonach Telearbeit vorwiegend unqualifizierte und schlecht bezahlte Tätigkeit für Heimarbeiterinnen sei.

Fazit: Zusammenfassung und Schlussfolgerungen - Die technischen Randbedingungen für die Diffusion der Telearbeit in der Bevölkerung in der Schweiz sind günstig: Besitz und Nutzung der nötigen technischen Infrastruktur der Haushalte sowie Zugang zu Internet und E-Mail als Voraussetzung für die Ausübung der neuen Arbeitsformen mit Hilfe von ICT sind bei uns weit verbreitet. Die Schweiz liegt heute diesbezüglich zusammen mit den skandinavischen Ländern und den Niederlanden an der Spitze der untersuchten Länder. - Die Übernahme und Anwendung von Telearbeit durch die einzelnen Arbeitnehmer wäre für mehr als die Hälfte der Schweizer Erwerbstätigen prinzipiell möglich und „machbar“, da sie dafür geeignete Berufstätigkeiten ausüben. Für die neue Arbeitsform besteht somit ein bedeutendes, bisher wohl eher unterschätztes Potenzial. Ebenso bietet der hohe Bekanntheitsgrad sowie das grosse Interesse bei den Arbeitnehmern im Prinzip günstige Voraussetzungen für die Diffusion der Telearbeit in der Bevölkerung. - Dieses latente „Marktpotenzial“ ist jedoch, ähnlich wie jenes für Electronic Commerce, bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Die effektive Penetration liegt noch weit unter den theoretischen Möglichkeiten. Der Diffusionsprozess der Telearbeit in der schweizerischen erwerbstätigen Bevölkerung hat erst begonnen und steht heute noch völlig am Anfang. Jedoch zeigt ein Vergleich der ECATT-Daten mit eigenen früheren Repräsentativbefragungen in der Deutschschweiz (Grossagglomeration Zürich) immerhin einen deutlichen Fortschritt in den letzten paar Jahren.

- Die weitere Verbreitung der Telearbeit wird vorerst aber noch eingeschränkt und verzögert durch die subjektive Meinung der Mehrheit, wonach bei der gegenwärtigen eigenen Stellung und Tätigkeit Telearbeit grundsätzlich „nicht möglich, nicht machbar“ sei. Dieses (Vor-)Urteil schränkt offenbar eine weitergehende und ernsthafte persönliche Auseinandersetzung mit der Frage „Telearbeit: für mich realisierbar  Ja oder Nein ?“ zum vornherein stark ein. Ein grosser Teil der potentiellen Telearbeiter ist sich offenbar der Möglichkeiten und Chancen für die Aufnahme einer Telearbeit gar nicht bewusst, welche ihnen ihre gegenwärtige Berufstätigkeit eigentlich bieten würde.

Ein limitierender Faktor könnte aber auch die beschränkte Bereitschaft der Betriebe ohne Telearbeit sein, in Zukunft auch Telearbeitsplätze anzubieten (siehe Abschnitt B. und Kapitel 4.) - Für alle Personen, Unternehmungen, Organisationen, Institutionen, Behörden oder Verbände, welche die Einführung und Verbreitung der Telearbeit in der Schweiz unterstützen und fördern möchten, gilt es, die günstige Ausgangslage und das Potenzial für Telearbeit aktiv zu nutzen. Aufgrund der Erkenntnisse aus der Bevölkerungsumfrage müssen sie dazu einerseits die vorhandenen Risiken und Unsicherheiten bei den Arbeitnehmern  Stichworte sind Angst vor Entwertung bisheriger traditioneller Kenntnisse und Fertigkeiten oder gar Gefahr des Verlustes der bisherigen Berufstätigkeit  reduzieren. Anderseits sollten sie die relativen ökonomischen, sozialen und psychologischen Vorteile des virtuellen und dezentralisierten „Arbeitens auf Distanz“ mit moderner ICT im Internet durch eine überzeugende Nutzenargumentation demonstrieren. Dasselbe trifft natürlich auch für die Lieferanten der technischen Infrastruktur sowie von Know-how im Internet-Zeitalter zu  also für Computerhersteller, Telekommunikations- und Softwarefirmen, Provider, Consultants und andere Anbieter von entsprechenden Produkten, Dienst- und Beratungsleistungen.

B. Einführung und Verbreitung der Telearbeit aus der Sicht der Arbeitgeber: Ergebnisse der Unternehmungsbefragung

1. 1. Verbreitung der Telearbeit generell Eine knappe Mehrheit (52 %) der befragten Schweizer Betriebe praktiziert generell Telearbeit. Damit ist diese in der Schweiz nur geringfügig weniger verbreitet als in den führenden Nationen Europas: den skandinavischen Ländern und Grossbritannien (4. Rang). 2. Verbreitung der einzelnen Telearbeitsformen Reguläre Telearbeit: Die meisten befragten Schweizer Betriebe mit Telearbeit praktizieren diese auch in Form der regulären Telearbeit. Die Schweiz positioniert sich in diesem Bereich auf Rang 3 der europäischen Liste hinter Finnland und Dänemark. Die am meisten verbreitete Form der regulären Telearbeit in der Schweiz ist die mobile Telearbeit. Danach folgen die häusliche und die selbständige Telearbeit, die fast gleich weit verbreitet sind. Häusliche Telearbeit wird von den befragten Schweizer Betrieben vorwiegend alternierend, d. h. zeitlich regelmässig, aber nicht ständig eingesetzt. Demgegenüber spielt die permanente Telearbeit eine untergeordnete Rolle. Ein ähnliches Bild ergibt sich für die übrigen Länder der Studie. Auch bezüglich selbständiger Telearbeit gehört die Schweiz zu den europäischen Spitzenreitern. Wie in den EU10-Ländern dominiert die nichtexklusive Form, die in der Schweiz einen höheren Anteil der selbstständigen Telearbeit als in den anderen Ländern ausmacht. Supplementäre Telearbeit wird von den befragten Schweizer Betrieben meist zusammen mit anderen Formen praktiziert. Die Schweiz liegt im europäischen Mittelfeld und weist damit eine vergleichsweise geringe Diffusion dieser Form der Telearbeit auf.

3. Telearbeit und Betriebscharakteristika Telearbeit wird insbesondere von grösseren Betrieben mit mehreren Standorten praktiziert. Vor allem supplementäre und mobile Telearbeit sind mit steigender Betriebsgrösse immer öfter anzutreffen. Während Telearbeit in der Schweiz häufig von Handels- und Logistikbetrieben eingesetzt wird, dominiert in den anderen Ländern vor allem die Branche Finanz- und Unternehmensdienstleistungen. Im Gegensatz zu den EU10-Staaten, in denen ein deutliches Stadt-Land-Gefälle der Verbreitung von Telearbeit existiert, wird diese in der Schweiz häufig von Betrieben in ländlichen Regionen praktiziert. 4. Telearbeit in der praktischen Anwendung Betriebsinterne Diffusion von Telearbeit: In der Schweiz beschäftigt fast die Hälfte der Betriebe mit Telearbeit zehn und mehr Mitarbeitende in der Form von immobiler Telearbeit. Damit ist deren betriebsinterne Verbreitung im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Ländern relativ weit fortgeschritten. Dauer der Erfahrungen mit Telearbeit: Nahezu die Hälfte der Schweizer Betriebe mit Praxiserfahrung im Einsatz von Telearbeit kann bereits auf eine mehr als zweijährige Erfahrung zurückblicken. Innerhalb der Schweiz besteht die Tendenz, die Telearbeit von den Betrieben als Möglichkeit zur Auslagerung unternehmerischen Risikos zu verwenden. 5. Einsatzfelder von Telearbeit Sichtweise der Betriebe mit Telearbeit: In der Schweiz wird Telearbeit insbesondere in Aufgabenfeldern eingesetzt, die von qualifiziertem Personal bearbeitet werden. Daneben erkennen die Betriebe mit Telearbeit jedoch auch, dass ungenutzte Einsatzmöglichkeiten in weniger qualifizierten Aufgabenfeldern existieren. Die Telearbeitsbetriebe der 10 EU-Staaten differenzieren im Gegensatz dazu kaum zwischen den verschiedenen Aufgabenfeldern. Einen Nachholbedarf sehen sie in den Bereichen „Leitende Tätigkeiten“ und „Distribution“. Sichtweise der Betriebe ohne Telearbeit: Sowohl in der Schweiz als auch in den EU10-Staaten - hier aber in deutlich geringerem Masse - sehen die befragten Betriebe ohne Telearbeit deren mögliche Einsatzfelder vor allem in Tätigkeiten, die eine geringe Qualifikation des Personals erfordern. Vergleich der Sichtweisen beider Gruppen: Betriebe ohne Erfahrung mit Telearbeit sehen deren Einsatzmöglichkeiten im Bereich weniger qualifizierter Tätigkeiten, während Betriebe mit Telearbeitserfahrungen sie eher in qualifizierten Aufgabenfeldern einsetzen wollen. 6. Zukunftspläne bezüglich Telearbeit Immobile Telearbeit: Die Mehrheit der befragten Schweizer Betriebe mit Telearbeit ist an einer Ausdehnung all ihrer immobilen Varianten interessiert. Lediglich in Dänemark und Deutschland ist dieses Interesse im europäischen Vergleich noch ausgeprägter. In der Schweiz ist ca. ein Zehntel der Betriebe ohne Telearbeitserfahrung an deren Einführung in Form unselbständiger Arbeit im eigenen Betrieb interessiert. Bei den selbstständigen Formen zeigen dagegen lediglich 3 % bis 5 % Interesse an einer Einführung. Dieser Unterschied existiert auch im restlichen Europa, in dem die Schweiz bezüglich des Interesses an einer Einführung eine Position im Mittelfeld einnimmt. Die Planungssicherheit gegenüber dem zukünftigen Einsatz von Telearbeit ist in der Schweiz deutlich höher als in den meisten anderen Ländern unserer Studie. Und: das maximale weitere Verbreitungspotenzial für alle Formen der immobilen Telearbeit ist in der Schweiz höher als im Durchschnitt der zehn EU-Staaten. Mobile Telearbeit: Kurzfristig wird die Verbreitung von mobiler Telearbeit in der Schweiz schneller zunehmen als in den meisten EU10-Staaten. Mittel- und langfristig ist das weitere Verbreitungspotenzial aufgrund der bereits aktuell hohen Verbreitung und des geringeren Anteils der Betriebe, die mobile Arbeit nicht praktizieren, in der Schweiz geringer als in den übrigen Staaten unserer Studie. Vergleich zwischen der zukünftigen Entwicklung immobiler und mobiler Telearbeit: Der Einsatz mobiler Telearbeit wird von weniger Betrieben ausgeschlossen, als dies für die Formen der immobilen Telearbeit der Fall ist. Insofern scheinen tatsächlich verschiedene Motivationen für diese unterschiedlichen Arten der Telearbeit vorzuliegen.

7. Barrieren gegen Telearbeit

Im Überblick werden folgende Barrieren, welche die Einführung der Telearbeit behindern, in dieser Reihenfolge genannt:

• Sicherheitsprobleme beim Datenaustausch (48 %) • Unvereinbarkeit mit der Hauptarbeitstätigkeit (42 %) • Probleme bei der Führung und Beaufsichtigung von Telearbeitenden (42 %) • Kosten (39 %) • Probleme bei der Kommunikation mit den Telearbeitern (39 %) • mangelnde Kenntnisse im Management (36 %) • Bedenken bezüglich Produktivität, Arbeits- und Produktqualität (31 %) • Probleme bezüglich Gesundheit, Arbeitsschutz, Versicherung, Haftung und juristischer Art bzw. Arbeitnehmende zeigen kein Interesse (jeweils 26 %) • Mangelnder Handlungsbedarf (22 %) • Widerstand seitens der Gewerkschaften (12 %) Barrieren und deren Intensität: Die einzelnen Barrieren werden in der Schweiz im Vergleich zu Europa überdurchschnittlich oft als wichtig, aber nur durchschnittlich oft als sehr wichtig eingeschätzt. Die befragten Schweizer Betriebe sehen sehr wichtige Barrieren vergleichsweise vor allem in externen Umständen oder auf der Angebotsseite. Barrieren und Betriebsgrösse: Die verschiedenen Barrieren werden von den befragten Gross- und Kleinbetrieben unterschiedlich eingeschätzt. Generell gilt, dass in der Schweiz wesentlich mehr Barrieren eher von Kleinbetrieben als wichtig eingeschätzt werden als in den übrigen Staaten. Barrieren und Branche: In der Schweiz schätzen meist die befragten Betriebe des öffentlichen Sektors die einzelnen Barrieren als besonders wichtig ein. In den EU10-Staaten erweist sich innerhalb dieses Sektors insbesondere die öffentliche Verwaltung als besonders skeptisch. Insgesamt sind die sektoralen Unterschiede in der Schweiz ausgeprägter als in den EU10-Ländern. Barrieren und Region: Auch bezüglich der regionalen Zugehörigkeit der befragten Betriebe sind die Unterschiede in der Schweiz ausgeprägter als in Europa. Insbesondere Schweizer Betriebe aus suburbanen Regionen stufen eine Reihe von Barrieren öfter als wichtig ein als ihre Pendants aus anderen Regionstypen.

8. Technische Determinanten für Telearbeit E-Mail: Aus der starken Differenz zwischen der Verbreitung von Telearbeit unter Betrieben, die E-Mail nutzen, und denjenigen, die es nicht nutzen, lässt sich ableiten, dass die Nutzung von E-Mail eine Determinante für die Diffusion von Telearbeit darstellt. Internet: Die Verbreitung eines Internetzugangs unter den Betrieben stellt ebenfalls eine Determinante für die Diffusion von Telearbeit dar. Intranet: Die Nutzung eines Intranet kann nicht als Determinante für die verbreitung von Telearbeit angesehen werden. Group Ware Tools: Auch die Nutzung von Group Ware Tools beeinflusst die Diffusion von Telearbeit nicht. EDI: EDI scheidet als Determinante für das Praktizieren von Telearbeit aus. Call Center: Auch Call Center können keinen Erklärungsbeitrag zu Diffusion vonnTelearbeit beisteuern. 9. Erfolgsbilanz von Telearbeit Die befragten Betriebe, die Telearbeit anwenden, können mehrheitlich eine positive oder zumindest neutrale Bilanz ziehen. Dagegen bestehen bei Betrieben ohne Praxiserfahrungen Vorurteile gegenüber Telearbeit, auch wenn sich die Mehrheit bewusst ist, dass sie deren Rentabilität nicht beurteilen kann. Zweifel an der Rentabilität von Telearbeit bestehen vor allem gegenüber ihren permanenten und selbstständigen Formen.

C. Vergleich der Bevölkerungs- und Unternehmungsbefragung

Entsprechend ihren unterschiedlichen Forschungsfragen und Zielgruppen wurden in diesen beiden Teilprojekten von ECATT99 zwei verschiedene Fragebogen verwendet, die inhaltlich wenig Überschneidungen aufweisen. Ausnahmen davon, also sinngemäss analoge Fragen, die der Bevölkerung und den Betrieben gestellt wurden, betreffen die folgenden Themen: technische Infrastruktur, d.h. Ausstattung der Haushalte bzw. Betriebe mit Informatikmitteln und Telekommunikationsdiensten; Nutzung von Internet und E-Mail; Interesse für die Übernahme der Telearbeit; Verbreitung der Telearbeit in der Zielgruppe; Barrieren für die Anwendung von Telearbeit. Die befragten Privatpersonen bzw. Entscheidungsträger in Organisation haben diese Fragen jeweils bezogen auf die eigene Situation, aus ihren je sehr unterschiedlichen Perspektiven heraus beantwortet. Soweit dies aus methodischen Gründen (beschränkte Stichprobengrössen, grosse Varianzen) vertretbar ist, ziehen wir bezüglich ausgewählter Aspekte Vergleiche zwischen der Bevölkerungs- und der Unternehmungsbefragung, um Übereinstimmungen oder Divergenzen zu ermitteln. Unsere Hypothese lautet: Aufgrund unterschiedlicher Betrachtungsweisen, Zielsetzungen, Interessen und materieller Mittel gibt es signifikante Unterschiede zwischen Betrieben und Haushalten bezüglich dieser Variablen. Die empirischen Daten bestätigen sie zum grössten Teil.

1. Übereinstimmung bezüglich günstiger technischer Voraussetzungen

Die zur Einführung und Praxis der Telearbeit nötigen Informations- und Kommunikationstechnologien  PC mit Online-Verbindung, Internet-Zugang, ISDN und E-Mail auf Seiten der Arbeitnehmer bzw. Internet-Zugang und E-Mail bei den Firmen  sind in der Schweiz Ende 1999 bei Privaten und Betrieben schon weit verbreitet. Dies sowohl absolut wie auch relativ im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. Das Land gehört hier, nach den skandinavischen Staaten, zu den führenden in Europa. Damit bestehen von beiden Seiten her gleichermassen günstige technische Voraussetzungen für eine erfolgreiche und weitgehende Diffusion von Telearbeit.

2. Unterschiede bezüglich Zugang zu und Nutzung von Internet und E-Mail

Die Nutzung des Internet ist jedoch unter den schweizerischen Betrieben wesentlich weiter verbreitet, als in der Bevölkerung: Während bei den ersteren schon rund 88 % das Internet nutzen, sind es bei den Privatpersonen nur 53 %. Auch die Verbreitung von E-Mail hat bei den Betrieben 1999 mit 83 % einen ebenfalls gut doppelt so hohen Stand erreicht wie bei Haushalten mit 40 %. Die Betriebe verfügen über grössere finanzielle Ressourcen sowie eine breitere personelle Basis mit entsprechend mehr Know-how, und sie haben stärkere ökonomische Anreize und Vorteile bei der Adoption dieser Innovationen.

3. Unterschiede bezüglich Interesse an der Adoption/Einführung von Telearbeit

Unter denjenigen Personen und Betrieben, die bisher noch keine Telearbeit praktizieren, ist das Interesse daran sehr unterschiedlich stark verbreitet. Dies sowohl generell wie auch in Bezug auf die einzelnen Formen. Während in der Schweizer Bevölkerung rund 50 % der Befragten an mindestens einer von mehreren möglichen Formen interessiert oder sehr interessiert sind, zeigen lediglich 10 % der Betriebe Interesse, eine beliebige Form von Telearbeit in Zukunft einzuführen. Diskrepanzen zeigen sich ferner auch bezüglich bestimmter einzelner Organisationsformen: z.B. bei alternierender Telearbeit, wo 51 % der Bevölkerung, jedoch nur 13 % der Betriebe interessiert sind, ferner bei permanenter (38 % vs. 10 %) und supplementärer Telearbeit (47 % vs. 9 %). Diese Unterschiede hängen wohl damit zusammen, dass Telearbeit unter den Betrieben, wie schon erwähnt, bereits jetzt schon wesentlich weiter verbreitet ist als in der Bevölkerung, so dass nur noch die weniger neuerungsfreudige Hälfte von ihnen übrig bleibt.

4. Unterschiede bezüglich Barrieren und Hindernisse gegen die Verbreitung

Faktoren welche die Adoption/Einführung der Telearbeit behindern können, sind in der Sicht der Bevölkerung zum grössten Teil Unvereinbarkeit mit der bisherigen Arbeit und Berufstätigkeit (offene Frage 69 %). Von den Betrieben wird dieser Grund neben anderen auch, jedoch weniger häufig genannt (geschlossene Frage, 42 %). Häufiger sind vielmehr Sicherheits-, Füh- rungs- , Organisations- und Kommunikationsprobleme.

Fazit: Diffusionspotential für Telearbeit beschränkt

Der weitere Fortschritt des Diffusionsprozesses bei Telearbeit hängt u.a. davon ab, dass a) ein genügend grosser Teil der Berufstätigkeiten für Telearbeit grundsätzlich geeignet ist, dass b) ausreichend Interesse für die Ausübung von Telearbeit auf Seiten der Arbeitnehmer besteht und dass c) zusätzlich weitere Betriebe bereit sind, auch Telearbeitsplätze anzubieten . Während die ersten beiden Voraussetzungen durchaus erfüllt sind, hält sich das Interesse von Betrieben zur Einführung solcher Arbeitsformen in Zukunft wie erwähnt in engen Grenzen. Zwar können wir von der Anzahl der interessierten Betriebe nicht direkt auf die Anzahl der von ihnen tatsächlich zur Verfügung gestellten Telearbeitsplätze schliessen. Dennoch müssen wir annehmen, dass die Lücke zwischen Wünschen und Bedürfnissen nach Telearbeit der Arbeitnehmer einerseits und effektiv verfügbaren derartigen Arbeitsmöglichkeiten andererseits in quantitativer Hinsicht vorerst nicht geschlossen wird. Dieses Ungleichgewicht im Arbeitsmarkt könnte die Diffusion der Telearbeit in der Schweiz einschränken. Ein gewisses Wachstumspotential kommt jedoch von anderer Seite, nämlich von noch weitergehender interner Diffusion bei denjenigen Betrieben, die Telearbeit bereits schon eingeführt haben . Denn die Mehrheit von ihnen ist ja wie erwähnt an einer Ausdehnung ihrer Telearbeit (vor allem in allen immobilen Varianten) interessiert; über die Hälfte von diesen hat auch bereits schon konkrete Pläne dafür entwickelt. Zudem ist die durchschnittliche Anzahl von Telearbeitern pro Betrieb bisher noch niedrig.

D. Fallstudien über Organisation und Management von Telearbeit in ausgewählten Schweizer Unternehmungen

Es wurden Fälle für die Untersuchung ausgewählt, welche Themen von aktuellem Interesse in der gegenwärtigen Diskussion über Telearbeit illustrieren. Diese Case Studies in fünf verschiedenen Unternehmungen decken ein breites Spektrum unterschiedlicher Anwendungsbereiche und Ausprägungsformen von Telearbeit ab. So untersuchten wir die Einrichtung und Führung eines Satelliten-büros eines multinationalen Konzerns; die Organisation alternierender Telearbeit bei einer der grössten Versicherungsgesellschaften; die Entwicklung eines kleineren Dienstleistungsunternehmens (Werbeagentur) vom „Telework-Pionier“ in der Alphütte zu einem modernen dezentralen Netzwerk nach dem Zellenprinzip; die Einführung von Mobilarbeit und Desk Sharing bei einem führenden Computerunternehmen; die Kombination von Electronic Banking und Teleworking bei der grössten Schweizer Bank . Definitionsgemäss sind diese Fallstudien nicht in quantitativ-statistischem Sinne repräsentativ für die Grundgesamtheit aller Betriebe mit Telearbeit. Sie können denn auch die Repräsentativbefragung (siehe Abschnitt B. und Kapitel 4) nicht ersetzen, sondern höchstens mit Praxisbeispielen qualitativ ergänzen und illustrieren. Die Hauptergebnisse sind:

1. Anstoss und Auslöser für Telearbeitsprojekte in den Unternehmungen sind bedeutsame Änderungen in ihrer relevanten internen oder externen Umwelt.

Mit der Adoption der Innovation Telearbeit reagieren einige Firmen auf den Wandel in der Lebenssituation und in den Bedürfnissen einzelner Mitarbeitender. Diese Veränderungen erfordern zur Erhaltung der Mitarbeiterzufriedenheit den Übergang von zentralisierter zu dezentral organisierter Arbeit. Der ursprüngliche Anstoss für die Einführung der Innovation kommt in diesen Fällen somit von innen her. In den anderen Fällen wird die Einführung von Telearbeit primär durch Änderungen in den äusseren, ökonomischen, technologischen und sozialen Umweltbedingungen ausgelöst. Wichtig sind insbesondere geänderte Markt- und Kundenbedürfnisse sowie der allgemeine gesellschaftliche Wertewandel. Telearbeit wird von diesen Unternehmungen als Mittel zu Kosteneinsparungen und zu Effizienzsteigerung bei der Marktbearbeitung konzipiert.

2. Die Adoption der Telearbeit in den Unternehmungen erfolgt vorsichtig, schrittweise und zunächst in beschränktem Umfang.

In allen fünf Fällen wurde Telearbeit nicht in einem Zug, rasch und vollständig, sondern vielmehr erst nach eingehenden Vorabklärungen und Erprobungen und vorerst nur in bescheidenem Rahmen eingeführt. Nach bestandener Bewährungsprobe setzt dann jeweils die unternehmungsinterne Diffusion ein. Dabei wird Telearbeit im Verlauf der Zeit technisch verbessert sowie langsam aber stetig bezüglich der Anwendungsbereiche und Zahl der involvierten Mitarbeitenden erweitert. Eine flächendeckende Ausdehnung auf sämtliche Mitarbeitende einer Unternehmung ist bisher nicht erfolgt und auch in Zukunft kaum vorstellbar; sie wird übrigens von den Firmen auch gar nicht angestrebt. Bei der Versicherungsgesellschaft rechnet zwar man mit steigender Nachfrage nach Telearbeit, jedoch mit höchstens ca. 20 % bis 30 % Anteil an Telearbeitern. Die interne Diffusion der Telearbeit stösst somit in absehbarer Zeit auf Sättigungsgrenzen.

3. Nutzen und Vorteile der Telearbeit sind je nach Organisationsform und Firma sehr unterschiedlich und müssen in jedem Fall individuell beurteilt werden.

- Im Falle des Satellitenbüros entwickelt das Team Eigeninitiative und Selbständigkeit, ferner infolge der räumlichen Isolation und der Distanz zum Hauptsitz in Zürich eine starke Identifikation mit dem hergestellten Produkt, was sich positiv auf Quantität und Qualität der Arbeit auswirkt. Die Aufträge werden dort anscheinend besser und schneller realisiert als am Hauptsitz. Die Kleinheit der Gruppe fordert und fördert die Vielseitigkeit und Flexibilität der Mitarbeitenden. Der grosse Vorteil der Aussenstelle liegt für die Mitarbeiter darin, dass jetzt die „Daten reisen“ statt sie selbst, so dass sie täglich zwei Stunden Pendeln zur Arbeit einsparen können Die dezentrale Aussenstelle verschafft den Mitarbeitenden die Möglichkeit, ihren Beruf in der Heimatregion ausüben zu können, statt auswandern zu müssen.

- Bei der Versicherungsgesellschaft beweist das Projekt „Alternierende Telearbeit im Home Office“ die Kompetenz der Unternehmung, trägt zu einem besseren Firmenimage im Arbeitsmarkt bei und erleichtert die Rekrutierung neuer Mitarbeiter, vor allem von Hochschulabsolventen. Gemäss einer Mitarbeiterbefragung sehen die Befragten die Hauptvorteile der neuen Arbeitsform hauptsächlich in der Möglichkeit zur flexibleren Arbeitsgestaltung, in der damit gegebenen besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, in der störungsfreien Arbeitsatmosphäre sowie in der Verringerung der Pendelzeiten. Weitere positive Änderungen seit der Einführung werden in Bezug auf Arbeitsproduktivität, Erledigung von Pendenzen, Arbeitsmotivation, Arbeitszufriedenheit und Arbeitsflexibilität festgestellt.

- Die Computerfirma stellt nach der Einführung von mobiler Telearbeit und Desk Sharing heute fest, die Mitarbeitenden seien agiler, flexibler und weniger fixiert auf traditionelle Arbeitsformen geworden. Die ICT-Infrastruktur und die Kapazität der eigenen Produkte können besser und vollständiger genutzt werden. Zudem kommunizieren die Mitarbeitenden mehr als früher. Die offene Verteilung der Arbeitsplätze auf die Büroflächen gibt den Mitarbeitenden Bewegungsfreiheit. Die neue Arbeitsform passt besser zur Firma und deren Unternehmungskultur. Die verfügbare Fläche pro Arbeitsplatz wurde auf die Hälfte reduziert und die entsprechenden Kosten gespart.

- Bei der Werbeagentur schätzen die Mitarbeitenden die Freiheiten der Telearbeit und die ihr zugrunde liegende Kultur und die Kommunikationsformen, ebenso wie den Wegfall des Arbeitsweges und die Möglichkeiten zu effizienterer und konzentrierter Arbeit für die man Ruhe braucht. Die Erfahrungen bezüglich Arbeitszufriedenheit, Arbeitseffizienz und Kundenzufriedenheit sind gut. Die Kunden merken übrigens meistens gar nicht, dass in der Firma räumlich getrennt gearbeitet wird.

- In der Grossbank wurde für das REMAX-Projekt ein entsprechender Return on Investment erwartet. Für jeden (der heute 3‘000) registrierten Benutzer wird pro Monat ein Pauschalbetrag verrechnet und zwar seiner jeweiligen Kostenstelle. Dies gibt Kostentransparenz und damit wird auch die Gratis-Telefonnummer plus Supportleistungen finanziert. Die Verfügbarkeit des Systems ist besser, die Gesamtleistung ca. 15-20 % höher. Im Bereich Remote Support können 60-70 % aller Fälle von zu Hause aus erledigt werden. Die Mitarbeitenden sagen, sie würden das System nicht mehr hergeben; bezüglich Verfügbarkeit und Support sei es eine erstklassige Lösung.

4. Die Hindernisse für Telearbeitsprojekte liegen weniger in technischen als in Führungs-, Organisations- oder Personalproblemen.

- Als Hauptnachteile der dezentralisierten Arbeit im Satellitenbüro und der räumlichen Trennung vom Mutterhaus werden die Isolierung vom informellen Informationsfluss am Hauptsitz sowie die eingeschränkten persönlichen Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten empfunden. In der Kleingruppe bestehen kaum Aufstiegschancen. Mitarbeiter mit klaren Karrierezielen können diese in der kleinen Aussenstelle nicht realisieren. Es werden hohe Anforderungen an die Mitarbeiter bezüglich Teamfähigkeit, Belastbarkeit und breites technisches Fachwissen gestellt.

- In der Versicherungsgesellschaft werden nach Erfahrungen anderer Firmen als mögliche Nachteile der Telearbeit genannt: Überforderung des mittleren Managements in Bezug auf Führung, Arbeitsorganisation und Leistungskontrolle; erhöhter Koordinationsaufwand bei der Delegation von Aufgaben; Produktivitätsminderung bei Systemausfällen; Probleme bezüglich Datenschutz und Wirtschaftlichkeit. Aus der Sicht der Mitarbeitenden sind es Belastung durch hohe Anforderungen an Eigenverantwortung und Selbststeuerung; Gefahr der Isolierung vom informellen Informationsfluss und von sozialen Kontakten; erhöhter Koordinationsaufwand; Zunahme des Leistungsdrucks und von Selbstausbeutungstendenzen; Gefährdung von Aufstiegschancen; Rollenkonflikte; Störungen durch Partner, Familie, Nachbarn.

- In der Werbeagentur waren die grössten Schwierigkeiten bei der Realisierung des Telearbeitsmodells hingegen technischer Natur. Die Firma musste teilweise eigene Lösungen entwickeln, was sich als sehr kostspielig erwies. Das aufwendige System der Vernetzung, das erst die Telearbeit ermöglichte, ist nicht völlig vor Störungen gefeilt. Treten irgendwelche Unterbrüche im Netzwerk auf, wird die gesamte Arbeit der Firma blockiert. Soweit gewisse Ziele nicht erreicht wurden (z.B. Einführung von Bildtelefonen) lag es daran, dass die nötigen Technologien noch nicht ausgereift genug waren.

- In der Computerfirma zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Unternehmungskulturen der zwei fusionierten Unternehmen  und zwar in Bezug auf ICT-Infrastruktur, Einstellungen der Mitarbeiter und gewohnte Arbeitsformen. Bei den Mitarbeitern, die vorher ihren festen individuellen Arbeitsplatz, ihr eigenes Pult gehabt hatten, gab es Widerstände gegen das Projekt. Es wurden anfänglich sogar Workshops von ihnen boykottiert. In der Merger-Phase erwies es sich als schwierig, den betreffenden Mitarbeitenden trotz Desk Sharing eine Art „Heimatgefühl“ zu vermitteln.

- Auch in der Grossbank gab es am Anfang es Berührungsängste und Widerstand. Die im Ausland reisenden Benutzer hatten technische Schwierigkeiten. Diese konnten jedoch dank Schulung und mit entsprechender Support-Organisation überwunden werden.

5. Lehren und Erfahrungen aus dem Fallbeispiel “Satellitenbüro eines Telekommunikationsunternehmens“

Eine solche dezentrale Aussenstelle kann unter den folgenden Voraussetzungen Erfolg haben und funktionieren: Die Projektarbeit passt völlig zur Struktur des Büros; die Arbeit wird in enger Zusammenarbeit mit dem Hauptsitz geleistet. Das Team harmoniert; es gibt keine Einzelgänger; alle sind teamfähig, kooperieren gerne und teilen ihr Know-how. Seine Aufgaben kann es mit dem lokal vorhandenen Fachwissen selbständig, ohne externe Experten, bewältigen. Der Führungsstil des Chefs ist kooperativ und partizipativ. Das Team ist bezüglich Grösse und Zusammensetzung konstant und stabil. Das technische Umfeld stellt keine Probleme. Es bestehen klare Regeln für die interne und externe Kommunikation, um die Informationen fliessen zu lassen. Die Kontakte zwischen Aussenstelle und Mutterhaus werden von beiden Seiten aktiv gestaltet und bewusst gepflegt.

6. Lehren und Erfahrungen aus dem Fallbeispiel „Alternierende Telearbeitarbeit im Home Office bei einer Versicherungsgesellschaft“

Diese Organisationsform bringt aus der Sicht der Mitarbeitenden deutliche Vorteile und grossen Nutzen, sowohl für die Betreffenden selbst, als auch für ihre Familie und letztlich für die Unternehmung. „Freizeitarbeiter“, meistens Kaderleute, schätzen am Home Office vor allem die störungsfreie Arbeitsumgebung. Sie nutzen diese Möglichkeit dazu, in ihrer Freizeit noch mehr Leistung für die Firma zu erbringen. Im Interesse eines besseren Gleichgewichts zwischen Arbeits- und Privatleben sollten sie jedoch aus Sicht von HRM einen gewissen Anteil ihrer Arbeitszeit vom Büro ins Home Office verlagern und damit die Gesamtbelastung reduzieren. Im Idealfall sollte alternierende Telearbeitarbeit 60 % bis 80 % Betriebs- und 20 % bis 40 % Heimarbeit umfassen, da so die soziale Integration und die Kontakte innerhalb der Firma weitgehend intakt bleiben. Teleworking allein zu Hause wird wegen der Gefahr von Isolierung nur in Ausnahmefällen und für begrenzte Zeit empfohlen.

7 Lehren und Erfahrungen aus dem Fallbeispiel „Telearbeit in einer Werbeagentur“

Das Funktionieren der Telearbeit in einem kleineren Dienstleistungsunternehmen setzt voraus, dass alle Mitarbeiter mit den neuen Arbeitsinstrumenten und -methoden vertraut sind und diese effizient anwenden können. Diese bedingt eine relativ lange Phase des Umdenkens und Angewöhnens an die neue Arbeitsform bei den Mitarbeitenden. Der Lernprozess geht jedoch permanent weiter. Die allgemeinen Bedenken und Skepsis bezüglich Telearbeit  erschwerte Führung und Leistungsbeurteilung, Wegfall von Präsenzzeiten, erschwerte Teamarbeit, hohe Investitionen in technische Ausrüstung und Schulung etc.  werden als nicht gerechtfertigt oder übertrieben erachtet.

8. Lehren und Erfahrungen aus dem Fallbeispiel „Desk Sharing bei einer Computerfirma“

Bei dieser Form sollte das Bedürfnis der Mitarbeitenden nach einer persönlichen Arbeitsumgebung als Identifikationsmerkmal nicht unterschätzt und bei der Einführung des neuen Arbeitsmodells stärker berücksichtigt werden. Generell erwies sich die Einführung neuer Mitarbeiter als unzureichend. Neue sollten in Zukunft besser als bisher aufgeklärt und auf die neuen Arbeitsformen vorbereitet werden  eine Aufgabe, der man bisher offenbar zu wenig Bedeutung zugemessen hatte.

9. Lehren und Erfahrungen aus dem Fallbeispiel „REMAX bei einer Grossbank“

Eine Mischform zwischen E-Business und E-Arbeit lässt sich mit einem System wie REMAX durchaus realisieren. Dieses ist kein Incentive, kein Privileg und auch kein „nice to have“  dazu wäre die Ausrüstung zu teuer  sondern eine berufliche Notwendigkeit. REMAX ist ein Arbeitsinstrument, aber nicht nur für Manager, sondern auch für IT-Systemtechniker, Supporter, Spezialisten und andere Nichtkader. Insgesamt gilt das System als „Enabling Technology“, welche neue Geschäftsmodelle und Arbeitsformen unterstützt.

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