Munich Personal RePEc Archive

Ferndiagnose des RWI-Konjunkturmodells

Quaas, Georg (2019): Ferndiagnose des RWI-Konjunkturmodells.

This is the latest version of this item.

[img] PDF
MPRA_paper_95427.pdf

Download (340kB)

Abstract

The German Institute for Economic Research Berlin (DIW), the Halle Institute for Economic Research (IWH) and the Rheinisch-Westfälisches Institut Essen (RWI) have used their own models to calculate the macroeconomic effects of the measures under the coalition agreement for the 19th parliamentary term and published them in the spring report 2018 of the Joint Economic Forecast project group. A comparison with the simulations of two other econometric models, including an older version of the RWI business cycle model (KM), suggests the hypothesis that these effects have been overestimated. The study focuses on the results of the RWI with the least overestimates. The study has two parts based on different information. In the first part, a black box method is used (1) which shows that the implicit multipliers of the simulation results are not plausible. In a further analysis attempt (2), the problematic effects are calculated on the basis of multipliers published in 2012 from an older version of the KM and compared with those of the new version. Finally, (3) the publicly available documentations of the RWI-KM are used to demonstrate that the price development may not have been calculated correctly. This would explain why the KM simulation results have a bias. The second part of the study is based on internal RWI-documents and the KM2017 model. The deeper analysis that is possible with this shows that (1) the black box method is not applicable for mathematical reasons, (2) model- and simulation-related differences lead to higher effects that cannot classified as overestimation, and (3) it cannot be claimed that the calculation method of prices systematically generates a bias. The analysis reveals how (1) the annual overlap method has been implemented in the model, (2) the problem of non-additivity of chained volumes is solved and (3) values are assigned to the instrument variables.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW), das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und das Rheinisch-Westfälische Institut Essen (RWI) haben mit Hilfe ihrer hauseigenen Modelle die gesamtwirtschaftlichen Effekte der Maßnahmen aus dem Koalitionsvertrag für die 19. Wahlperiode des Bundestages berechnet und im Frühjahrsgutachten 2018 der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose veröffentlicht. Ein Vergleich mit den Simulationen von zwei weiteren ökonometrischen Modellen, darunter eine ältere Version des RWI-Konjunkturmodells (KM), haben die Hypothese nahegelegt, dass diese Effekte überschätzt worden sind. Die Studie konzentriert sich auf die Ergebnisse des RWI, das jene Effekte am wenigsten überschätzt. Die Studie hat zwei Teile, die auf unterschiedlichen Informationen beruhen. Im ersten Teil wird (1) ein Black-Box-Verfahren verwendet, das zeigt, dass die impliziten Multiplikatoren der Simulationsergebnisse nicht plausibel sind. In einem weiteren Analyseversuch (2) werden die problematischen Effekte auf der Grundlage von 2012 publizierten Multiplikatoren einer älteren Version des KM berechnet und mit denen der neuen Version verglichen. Schließlich wird (3) mit Hilfe der öffentlich verfügbaren Dokumentationen des RWI-KM dargestellt, dass die Preisentwicklung möglicherweise nicht korrekt berechnet wird. Das würde erklären, warum die Simulationsergebnisse des KM einen Bias haben. Dem zweiten Teil der Studie liegen interne RWI-Dokumente und das Modell KM2017 zugrunde. Die damit mögliche tiefere Analyse zeigt, dass (1) die Black-Box-Methode aus mathematischen Gründen nicht anwendbar ist, (2) model- und simulationsbedingte Unterschiede zu höheren Effekten führen, ohne dass eine Überschätzung vorliegt, und (3) nicht behauptet werden kann, dass die vom RWI verwendete Berechnungsmethode der Preisentwicklung systematisch einen Bias erzeugt. Die Analyse legt offen, (1) wie die Annual-Overlap-Methode in der neuen Version des RWI-KM implementiert worden ist, (2) das Problem der Nicht-Additivität der verketteten Volumen gelöst wird, und (3) wie den Instrument-Variablen Werte zugeordnet werden.

Available Versions of this Item

UB_LMU-Logo
MPRA is a RePEc service hosted by
the Munich University Library in Germany.